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Solarer Lärmschutz


Ausschreibung für solare Lärmschutzwände aufgehoben 

Die Vision eines solaren Lärmschutzes ist gescheitert: die brandenburgische Verkehrsministerin Frau Schneider hat die laufende Ausschreibung für den solaren Lärmschutz an der Autobahn A10 aufgehoben. Auch dem uns bekannten Angebot einer Firma für die Herstellung von  Lärmschutzwänden wurde kein Zuschlag erteilt – obwohl sich mit der angebotenen solaren Wand die Lärmschutzsituation für Michendorf deutlich verbessert hätte. Denn der Anbieter hatte einen höheren absorbierenden Lärmschutzwandsockel und eine Aufstockung mit Photovoltaik vorgesehen - aus Lärmschutzsicht wäre dies eine optimale Lösung gewesen. 

Natürlich enttäuscht uns dieses Ergebnis über die Maßen – zumal es ein konkretes Angebot für solare Lärmschutzwände gegeben hat. Frau Ministerin Schneider hat uns zwar das Aus für den solaren Lärmschutz persönlich erläutert, aber die Beweggründe für die Nichtvergabe an den uns bekannten Anbieter, sind für uns unbefriedigend. Hier hat der Mut gefehlt eine Vision umzusetzen – und dies während an anderer Stelle im Land Brandenburg Millionen verschwendet werden. 

Letztlich hat aber die Neufassung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) das Projekt der solaren Lärmschutzwände unmöglich gemacht. Obwohl uns Landes- und Bundespolitik immer ihre Unterstützung versichert haben, wurden gleichzeitig unsere Hinweise zu den fatalen Wirkungen dieser Neufassung in den Wind geschlagen.

Mit der „Nichtvergabe“ der solaren Lärmschutzwände durch das brandenburgische Verkehrsministerium geht nun ein insgesamt sechs Jahre andauernder Kampf für mehr Lärmschutz an der Autobahn A10 zu Ende. Vieles konnte die Initiative im Laufe dieser Jahre erreichen:

  • Die Autobahn erhält mit dem Ausbau in der Ortslage Michendorf einen Belag mit Flüsterasphalt, der auch für weiter entfernt wohnende Michendorfer eine Lärmentlastung bringen wird.

  • Für die Zeit des Ausbaus wird es für die Anwohner erstmalig sogar einen temporären Lärmschutz geben.

  • Für einige besonders betroffene Familien konnten zudem individuelle Lösungen gefunden werden.

  • Bei den Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen konnte die Initiative Verbesserungen verhandeln – es wird nun viele Maßnahmen in direkter Nähe des Ausbauvorhabens und im Gemeindegebiet geben.

Mit unserem anspruchsvollen Projekt, der Kombination von Lärmschutz und Photovoltaik, konnten wir uns  aber nicht durchsetzen.


 

Zweite Runde für Solare Lärmschutzwände 

Das Projekt des solaren Lärmschutzes an der Autobahn A10 wurde ein zweites Mal ausgeschrieben. Nachdem bereits das erste Ausschreibungsverfahren für die solaren Lärmschutzwände insbesondere an den politischen Diskussionen um das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) gescheitert ist, hat das Land gemeinsam mit der DEGES im März 2015 eine neue zweite Runde eingeläutet. 

Auch wenn sich die Rahmenbedingungen des EEG für diese zweite Ausschreibung nochmals deutlich verschlechtert haben - einige konkrete Bedingungen für diese Neuausschreibung konnten wir gegenüber der ersten Ausschreibungsrunde deutlich verbessern. 

Die AG „Lärmschutz-Jetzt!“ setzt sich seit nunmehr über fünf Jahren für einen besseren Lärmschutz beim achtstreifigen Ausbau der A10 zwischen den Autobahndreiecken Nuthetal und Potsdam ein. Ein erster Erfolg für einen optimierten Lärmschutz in Michendorf konnte die Initiative 2010 mit der Zusage des Bundes zum Einbau eines lärmmindernden Asphalts - den sogenannten Flüsterasphalt - im Ausbaubereich innerhalb der Gemeinde Michendorf erreichen. Um die Lärmschutzsituation, insbesondere im Nahbereich der Autobahn, weiter zu verbessern, hat unsere Initiative anschließend ein Konzept für die Verbindung von Lärmschutzwänden mit Photovoltaikelementen vorgestellt. Mittlerweile ist diese Vision als „ solarer Lärmschutz“ über die Grenzen Brandenburgs hinaus bekannt und das Michendorfer Projekt ist heute ein Leuchtturmprojekt des Bundesverkehrsministeriums.

 


 

 Solare Lärmschutzwände - kein Ergebnis im ersten Vergabeverfahren

Im September 2013 wurde der Startschuss für die erste Ausschreibung der soalren Lärmschutzwände gegeben. Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz haben am 18. September 2013 Herr Minister Vogelsänger (Brandenburgisches Infrastrukturministerium - MIL), Herr Staatssekretär Bomba (Bundesverkehrsministerium -BMVBS) und Andree Halpap (AG "Lärmschutz-Jetzt!") das offizielle Startsignal für die europaweite Ausschreibung des solaren Lärmschutzes gegeben.

Fast genau ein Jahr nach dem Start der europaweiten Ausschreibung für die solaren Lärmschutzwände wurde das erste Vergabeverfahren am 08. Oktober 2014 leider ohne Ergebnis beendet - es hatte sich kein Anbieter für den Bau der solaren Lärmschutzwände gefunden. Hintergrund der schwierigen Investorensuche sind insbesondere die schwierigen Rahmenbedingungen für die Solarenergie, die auf Bundesebene mit dem neuen Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) geschaffen wurden. Diese aktuellen Änderungen, die im August 2014 in Kraft gesetzt wurden, haben unser Projekt empfindlich getroffen.
Für unsere Idee einer Verbindung von Lärmschutz mit Solarenergie war dies ein herber Rückschlag. Aber wir bleiben trotz dieser Schwierigkeiten optimistisch, dass im zweiten Verfahren ein Investor gefunden werden kann. Denn für die zweite Ausschreibungsrunde ist es uns gelungen die Ausschreibungsbedingungen deutlich zu verbessern.


 

  SOLARER LÄRMSCHUTZ UND DAS EEG

Die aktuellen Diskussionen um die drastischen Kürzungen der Vergütungssätze für Solarstrom im Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) sind für das Projekt des solaren Lärmschutzes an der Autobahn A10 natürlich nicht hilfreich. Die Wirtschaftlichkeitsberechnungen für das Gesamtprojektes mussten daraufhin komplett überarbeitet werden und neu mit dem brandenburgischen Verkehrsministerium (MIL) und dem Bundesverkehrsministerium (BMVBS) abgestimmt werden. Dies ist mittlerweile erfolgt und wir freuen uns, dass Bund und Land weiterhin an diesem innovativen Projekt für Michendorf festhalten.

Für Folgeprojekte zum solaren Lärmschutz ist nach unserer Überzeugung eine Anpassung des EEG an die besonderen Bedingungen des solaren Lärmschutzes notwendig. Für eine Übergangszeit benötigen solche Projekte eine bessere Ertragssituation – darum haben wir einen konkreten Vorschlag für einen entsprechenden Vergütungsbonus formuliert und werben dafür in mehreren Landesregierungen sowie in der Landes- und Bundespolitik. Diesen Vorschlag finden Sie HIER.


 Durchbruch für den Solaren Lärmschutz

Durchbruch für das Projekt des Solaren Lärmschutzes für Michendorf!

"Seit den Anhörungen zum Ausbau der Autobahn A10 ist es nun offiziell: wenn es gelingt einen Investor für das Projekt zu finden, dann wird es in Michendorf einen solaren Lärmschutz mit 10 Meter hohen solaren Lärmschutzwänden geben.“ So die Zusage der DEGES. Die technischen Rahmenbedingungen sind inzwischen ebenfalls weitgehend geklärt und in Form eines Referenzentwurfes für einen solaren Lärmschutz an der A10 dokumentiert.

Auf Grundlage dieses Referenzentwurfes wird derzeit eine Leistungsbeschreibung erstellt, mit der dann das Verfahren zur Vergabe an einen interessierten Investor beginnen wird. Da es dabei um ein sehr aufwändiges Verfahren handelt, wird die abschließende Vergabe nicht vor Ende 2012 möglich sein

Konkret geht es um die neuen Lärmschutzwände für Michendorf, Wildenbruch und Teilen von Langerwisch (Abschnitt 1) und um den Lärmschutzwall bei Wildenbruch (Abschnitt 2). Einen Überblick über die Lage gibt folgende Übersichtskarte des brandenburgischen Ministeriums für Infrastruktur und Landwirtschaft (MIL) und der DEGES.

 

 

In den gemeinsamen Abstimmungen konnte erreicht werden, dass die beiden Abschnitte geplant werden, dass ein weitgehend durchgehender Lärmschutz mit einer Höhe von ca. 10 m über der Fahrbahn entstehen wird. Damit können ALLE Lärmbetroffenheiten gegenüber den bisher ausgelegten Planungen verbessert werden! Die Gestaltung der beiden Abschnitte zeigen unten stehenden Prinzipskizzen des MIL und der DEGES.

 

 
Um Ihnen einen konkreten Überblick über die wichtigsten Ergebnisse unserer Gespräche an der A10 zu ermöglichen, haben wir in der folgenden Aufzählung die wichtigsten Punkte des neuen Lärmschutzkonzeptes an der A10 zusammengestellt.

  1. Vom Dreieck Nuthetal bis zur Bahnbrücke westlich der Rastanlage wird ein lärmmindernder Fahrbahnbelag eingebaut, der eine sehr breite Lärmschutzwirkung haben wird.
  2. Für die Lärmschutzwände wird ein Investoren-Projekt ausgeschrieben, dessen sogenannter „Referenz-Entwurf“ im Regelfall bis 10 m hohe Lärmschutzwände vorsieht, in welche Photovoltaik-Anlagen integriert werden sollen.
  3. Die unteren Wandbereiche werden als konventionelle Lärmschutzwand mit Höhen von 2 bis 4 m ausgebildet.
  4. Die oberen Wandbereiche der solaren Lärmschutzwände werden mit Photovoltaik-Elementen belegt und sind entsprechend 6 bis 8 m hoch geplant. Diese photovoltaisch aktiven Bereiche der Lärmschutzwand sollen gegen die Vertikale um bis zu 30 ° nach Norden geneigt werden, um den solaren Ertrag zu verbessern.
  5. Die Investoren werden gemäß den Rahmenbedingungen des Referenzentwurfs Angebote mit nachgewiesener Lärmschutzwirkung einreichen, um die geforderte Lärmschutzwirkung der solaren Lärmschutzwände zu sichern.
  6. Der vorhandene Lärmschutzwall bei Wildenbruch soll im Rahmen dieses Investoren-Projektes mit Hilfe von Photovoltaikmodulen mit Lärmschutzwirkung auf 10 m aufgestockt werden.
  7. Für die nördliche Lärmschutzwand an der Rastanlage Michendorf-Nord wird die Aufstockung der bestehenden Wand durch Photovoltaikmodule mit Lärmschutzwirkung zurzeit geprüft.
  8. Voraussetzung für die Ausschreibung des Investorenprojekts ist ein absehbarer bestandskräftiger Planfeststellungsbeschluß.
  9. Im Rahmen der Erörterungstermine wird die DEGES den Referenz-Entwurf und das geplante Investoren-Projekt vorstellen.

 Sehen sie hier einen aktuellen Beitrag zu diesem Thema.


 Investoren gesucht

Aufgrund der großen Unterstützung der Kombination von Lärmschutz und Photovoltaik durch die Politik und die Verwaltung kann diese Konzeption jetzt umgesetzt werden. Dafür wurde bereits ein Interessenbekundungsverfahren durch die DEGES durchgeführt. Da es sich bei diesem Projekt um ein innovatives Vorhaben handelt, für das es bisher wenig Erfahrungswerte gibt, sollte damit der Markt für ein solches Projekt erkundet werden.

Das Ergebnis

Das Interessenbekundungsverfahren wurde erfolgreich abgeschlossen. Es gingen insgesamt 34 Bewerbungen bei der DEGES ein, die sehr wichtige Impulse für das weitere Vergabeverfahren geben konnten. Diese Ergebnisse gehen nun in die Erarbeitung eines Referenzentwurfes für den solaren Lärmschutz an der A10 ein, der wiederum Grundlage der dann erfolgenden Ausschreibung ist.

Die Unterlagen

Das Interessenbekundungsverfahren ist mittlerweile abgeschlossen. Die Unterlagen zu diesem Verfahren stellen wir aber weiterhin zum herunterladen bereit:

=> Projektbeschreibung "Photovoltaik Plus Lärmschutz"

=> Anlage 1: Übersichtskarte A 10

=> Anlage 2: Übersichtslageplan (M 1:10.000)

=> Anlage 3-1: Übersichtshöhenplan links(M 1:10.000/1.000)

=> Anlage 3-2: Übersichtshöhenplan rechts(M 1:10.000/1.000)

=> Anlage 4: Erweiterte Voruntersuchung (Stand 09.09.2010)

=> Anlage 5: Lageplan Abschnitt 1

=> Anlage 6: Lageplan Abschnitt 2

=> Anlage 7: Lageplan Abschnitte 3 und 4

=> Anlage 8: Fotos und Screenshots Befahrungsvideo

 


  Photovoltaik Plus Lärmschutz 

Die Vision: Solarer Lärmschutz für die A10

In Form eines bundesweit einmaligen Pilotprojektes sollen an der Autobahn A10 Lärmschutzeinrichtungen mit Photovoltaikmodulen kombiniert werden. Im Zuge des Ausbaus werden die gesetzlich vorgeschriebenen Lärmschutzmaßnahmen von der Straßenbauverwaltung geplant und realisiert. Diese Lärmschutzeinrichtungen sollen durch private Investoren um PV-Module mit Lärmschutzfunktion ergänzt werden. Zielsetzung ist eine Verbesserung des Lärmschutzes über das gesetzliche Mindestmaß hinaus und die Erzeugung von Solarstrom direkt an der Autobahn.

Hintergrund dieser Idee ist die Zielsetzung einen maximalen Lärmschutz beim Ausbau der A10 zu erreichen. Da durch den bereits zugesagten Einbau eines lärmarmen Asphaltes – dem sogenannten Flüsterasphalt – die Höhe der zu errichtenden Lärmschutzwände verringert werden soll, wurde nach Möglichkeiten gesucht diese Lärmschutzwände mittels aufgesetzter Photovoltaikmodule wieder auf die ursprünglich vorgesehene Höhe zu bringen Ergänzend könnten auf der Nordseite der A10 im Bereich der Ortsverbindungsstraße von Langerwisch nach Wildenbruch zusätzliche Lärmschutzeinrichtungen mit pultartigen Photovoltaikmodulen errichtet werden. Zusätzlich würde der bereits vorhandene Lärmschutzwall auf der Südseite der A10 mittels einer aufgesetzten kleinen Lärmschutzwand und PV-Modulen in seiner Höhe um bis zu 3,5 Meter aufgestockt werden.


Bausteine des Konzeptes

Abschnitt 1 – PV-Anlage an bzw. auf Lärmschutzwänden

Im Rahmen des Ausbauprojektes für die A10 ist die Errichtung und Finanzierung von ca. 5,5 km Lärmschutzwänden vorgesehen. Auf diesen Lärmschutzwänden sollen ca. 16.000 m2 zusätzliche Wandfläche in Form von PV-Modulen auf die Lärmschutzwände aufgesetzt werden - möglich ist auch der Bau von kombinierten Solar-Lärmschutzwänden. Dieser Abschnitt stellt das Kernelement des Projektes da.

Abschnitt 2 – PV-Anlage auf Lärmschutzwall

Mit diesem optionalen Abschnitt kann sofort begonnen werden, da der Lärmschutzwall (Länge 1482 m, Höhe ca. 7m) vorhanden ist – diese Anlage kann nur errichtet werden wenn auch der Abschnitt 1 realisiert wird. Möglich ist eine Vergrößerung der Fläche durch eine auf den Wall aufgesetzte Lärmschutzwand.

Abschnitt 3 – PV-Anlage mit Lärmschutzfunktion

In einem Bereich ohne gesetzlich vorgeschriebenen Lärmschutz soll eine PV-Anlage errichtet werden, die gleichzeitig eine Lärmschutzfunktion besitzt. Möglich ist dies beispielsweise durch eine pultartige PV-Anlage – es sind aber auch andere Formen denkbar.

Abschnitt 4 – PV-Anlage im 110m-Korridor der A10

Dieser Abschnitt mit einer Freiflächenanlage innerhalb des durch das EEG begünstigten 110m-Korridors kann nur errichtet werden, wenn auch der Abschnitt 1 realisiert wird. Die Flächenverfügbarkeit muss noch hergestellt werden.

Abschnitt 5 – Solartankstelle Michendorf

Dieser optionale Abschnitt könnte neben der Initiierung einer innovativen Tankanlage für Elektromobilität insbesondere der Öffentlichkeitsarbeit des Investors und der Information zum solaren Lärmschutz dienen.


Installierbare Leistung

Die DEGES hat in einer erweiterten Voruntersuchung vom September 2010 die installierbare Leistung sowie den sich darauf ergebenen Ertrag ermittelt. Einige wichtige Daten aus der Voruntersuchung der DEGES zeigt folgende Übersicht

 

PV-Anlagen

Abschnitt

Leistung

Stromertrag

(kWp)

(kWh/Jahr)

 Lärmschutzwände

1 und 3

       2.198,79

      1.423.954

 Lärmschutzwall

2

       3.260,40

      3.034.364

 Freifläche im 110 m Korridor

4

           7.612

      7.148.503

Summen

13.071,19

11.606.821

 

Als geschätzte Kosten für die PV-Anlagen für das Gesamtprojekt hat die DEGES mittlerweile eine Summe von ca. 25 Mio EUR ermittelt.


Stand der Projektvorbereitung

Das Pilotprojekt „Photovoltaik Plus Lärmschutz“ befindet sich derzeit in der Vorbereitungsphase. Durch die DEGES wurde in enger Abstimmung mit dem Landesbetrieb Straßenwesen, dem brandenburgischen Infrastrukturministerium (MIL) und Umweltministerium (MUGV), der Gemeinde Michendorf sowie der Initiative „AGLärmschutz Jetzt“ ein europaweites Interessenbekundungsverfahren (IBV) vorbereitet, das am 14. Februar 2011 europaweit ausgeschrieben wurde. Mit diesem IBV soll ein möglichst großer Teilnehmerkreis für die Projektumsetzung gefunden werden. Dabei soll das IBV auch konkrete Hinweise für eine zielgerichtete Ausgestaltung des Projektes liefern. Um diesen Anspruch gerecht werden zu können, wird das IBV konkrete technische und formale Vorschläge der Bieter ermöglichen.


Unterstützung durch Politik und Verwaltung

Dieses Projekt wird von allen (!) Fraktionen des brandenburgischen Landtages unterstützt – dies dokumentiert ein einstimmiger Landtagsbeschluss vom 11.11.2010. Auch die den Autobahnausbau planende DEGES (Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und –bau GmbH), der für den Betrieb zuständige Landesbetrieb Straßenwesen, das Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft (MIL), das Ministerium für Umwelt Gesundheit und Verbraucherschutz (MUGV) sowie das Ministzerium für Wirtschaft und Europaangelegenheiten (MWE) unterstützen die Realisierung.


Zielsetzung

Insgesamt würde die Umsetzung dieses Konzeptes einen optimierten Lärmschutz für die Orte Michendorf, Langerwisch und Wildenbruch ergeben. Gleichzeitig würde die größte Photovoltaikanlage an einer Bundesautobahn entstehen – realisierbar ist nach Berechnungen der DEGES eine Anlage mit einer Leistung von über 13 MWp (Megawatt peak). Damit könnten etwa 8.300 Haushalte mit umweltfreundlichem Strom versorgt werden und eine jährlichen Einsparung von über 10.000 Tonnen CO2 erreicht werden.


AG "Lärmschutz-Jetzt!" stellt Konzeption für verbesserten
Lärmschutz vor

Die AG "Lärmschutz-Jetzt!" hat gemeinsam mit den betroffenen Kommunen ein Konzept zur Verbindung von Lärmschutz und Photovoltaik vorgestellt. Hintergrund des neuen Konzeptes ist die aktuelle Planung des Bundes für den Lärmschutz beim Ausbau der Autobahn A10. Dort soll nun eine der wichtigsten Forderungen von Initiative und Kommunen erfüllt werden und offenporiger Asphalt verbaut werden. Dieser so genannte Flüsterasphalt lässt eine gute Breitenwirkung beim Lärmschutz auch für entfernte Wohngebiete erwarten. Aber im Gegenzug will der Bund an anderer Stelle beim Lärmschutz wieder sparen:

- der Einbau von Flüsterasphalt soll durchgehend mit erheblichen Reduzierungen an den Lärmschutzwänden einhergehen - diese sollen wegen dem Einbau des Flüsterasphaltes 2 bis 4 Meter kleiner ausfallen, das ist streckenweise eine Halbierung der bisher vorgesehen Höhe. Das führt an einigen Häusern sogar zu einer Erhöhung der Lärmpegel führt.

- der Flüsterasphalt soll nur zwischen dem Dreieck Nuthetal und der Bahnbrücke an der Rastanlage Michendorf eingebaut werden, der Ort Ferch soll nicht vom Flüsterasphalt profitieren,

Ein Nebeneffekt: der Bund spart zunächst etwa 3,2 Mio. EUR an Investitionskosten gegenüber der Ursprungsvariante. Da mit dem Einbau von Flüsterasphalt nicht nur die Gemeinde Schwielowsee beim Lärmschutz vollkommen leer ausgehen soll sondern durch die Reduktion der Lärmschutzwände gleichzeitig einige Anwohner der A10 in der Gemeinde Michendorf, gegenüber der im Auslegungsverfahren vorgelegten Planung, sogar schlechter gestellt würden, fordern Lärmschutzinitiative und Kommunen weitere Verbesserungen an der aktuellen Lärmschutzplanung von Land und Bund.

Wir freuen uns nach wie vor sehr über die Zusage zur Verwendung von Flüsterasphalt im Bereich der Gemeinde Michendorf. Aber die damit einhergehende Reduzierung der Lärmschutzwände können wir hier vor Ort nicht mittragen. Das ist unseren betroffenen Einwohnern nicht erklärbar. Hier sind weitere Nachbesserungen am Lärmschutzkonzept dringend notwendig. Dazu müssen die eingesparten Investitionsmittel des Bundes wieder für mehr Lärmschutz eingesetzt werden und zusätzlich neue Finanzierungsquellen erschlossen werden. Und dazu wollen wir mit unserem gemeinsamen Konzept "Lärmschutz und Photovoltaik" beitragen. Wir fordern nicht nur mehr Lärmschutz -- wir bieten auch unsere Unterstützung an.

Das Konzept können Sie hier herunterladen.

Das Gesamtkonzept für die Verbindung von Lärmschutz und Photovoltaik besteht aus vier Modulen. Ein wichtiger Baustein für die Gesamtfinanzierung soll eine große Solaranlage auf dem vorhandenen über 1,5 Kilometer langen Lärmschutzwall am Autobahndreieck Nuthetal sein. Dort könnte eine Solaranlage mit einer Leistung von mindestens 3,5 bis 4 MWp errichtet werden. Als zweiter Baustein könnten zudem Photovoltaikanlagen im 100m-Korridor entlang der Autobahn als Finanzierung von Lärmschutzmaßnahmen dienen - denn in diesem Bereich sieht das gerade vor wenigen Tagen novellierte Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) eine Förderung von solchen Solarstromanlagen vor. Mit Hilfe der Einnahmen aus diesen beiden Bausteinen sollen dann die beiden anderen Bereiche verwirklicht werden: das sind zum einen Solar-Lärmschutzwände für Michendorf und Wildenbruch in der bisherig geplanten Höhe und zum anderen zusätzliche Solar-Lärmschutzwände für Langerwisch und Ferch.

Die Kombination aus Lärmschutzvorrichtung und Photovoltaik ist noch immer technisches Neuland -- aber diese Verknüpfung ist eine wichtige Zukunftsinvestition. Denn die Entwicklung von effizienten Lärmschutzwänden mit Solarmodulen ist eine sehr innovative Technik, die an Deutschlands Verkehrswegen in großem Stil angewendet werden könnte. Ziel eines solches Projektes sollte ein sich zumindest in Teilen selbst finanzierender Lärmschutz sein - der zugleich ökologisch unbedenklichen Solarstrom erzeugt. Michendorf und Schwielowsee bieten sich beim Ausbau der Autobahn A10 zwischen den Autobahndreiecken Nuthetal und Potsdam für ein groß angelegtes Modellprojekt zu dieser Verbindung von Lärmschutz und Solarstromanlagen geradezu an. Die Lage des Vorhabens in der Hauptstadtregion, die hier geplante Baumaßnahme und die Lage der Autobahn bieten dafür ideale Voraussetzungen.

Lesen Sie unser Konzept hier.


Um PDF-Dokumente anzeigen zu können, laden Sie hier den  herunter.

 

 

"AG Lärmschutz-Jetzt!"
laermschutz_jetzt@gmx.de